Die Wahrheit ist wie ein Skalpell, sie ist scharf,
tut weh und geht unter die Haut.
(Wer lässt sich gerne Schmerzen zufügen?)

Die Lüge* = das „nicht zugeben können“ ist wie ein Krebsgeschwür,
sie ist nicht eindeutig zu orten und schwer zu beseitigen.

Wer sich einem „nicht zugebenden Menschen“ mit Wahrheit nähert,
der erntet meistens starke Abneigung, da
die Wahrheit schmerzt.

Gesammelte Gedanken
* richtig ist „die alte
Lüge“, da die frische Lüge bei sofortigem Eingriff = Zulassen des sofortigen Akzeptierens
der schmerzenden Wahrheit das Entstehen von Metastasen verhindert.



Da die Lüge nicht eindeutig lokalisierbar ist, ist es extrem schwierig von einem „nicht zugebenden Menschen“ das Einverständnis für eine Operation zu bekommen, da der erste Schnitt nur der Anfang ist, der Anfang von mehreren, schmerzhaften (Ein-)Schnitten bedeutet.

Da das erste Entfernen einer Ursache des Gesamtproblems mit Schmerzen verbunden ist werden diese Operationen gerne mit einem Schmerzmittel = der Selbsttäuschung durchgeführt. Wer die Selbsttäuschung, das Betäuben zulässt, der wird im Zuge der Operation nicht dem Operateur sagen können, ob etwas Schmerzendes entfernt wurde.
Unter Betäubung und ohne Wechselwirkung kann auch Gesundes herausschneiden werden zum weiteren Schaden des „nicht zugebenden Menschen“.

Letztendlich wird dem Operateur, dem Wahrheitsliebenden, dem Wahrheitssuchenden eine Abneigung entgegengebracht, die dazu führt, dass man sich nicht mehr operieren lässt
und nur noch Schmerzmittel = Selbsttäuschung zulässt.


Ulrich H. Rose *06.04.1951
vom 30.08.2008