Begründung warum das Wort Intelligenz neu definiert werden muss (vom 13.08.2008)

Vorworte:

Der Untertitel (fast) all meiner Gedanken und Abhandlungen könnte sein:
„Wahrheit kommt mit wenigen Worten aus“ Laotse

und als Ausnahme mal langatmig formuliert: Je kontraintelligenter, desto mehr muss ich erklären, je mehr ich erkläre, desto mehr wird das Kernthema von Kontraintelligenten aus den Augen verloren, je mehr das Kernthema aus den Augen verloren wird, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass auch Details nicht verstanden werden, je mehr Unverständnis sich anhäuft, desto .......... größer wird das Chaos im Kopf – mit der (zwangsläufigen) Folge von Aggression. – Deshalb: Kurz und bündig ist von der Wahrscheinlichkeit her angebrachter.

und im Gedankenansatz und als Reflexion immer wieder alles verknüpfen mit „Was wäre, wenn?“

Nach über 50 Lebensjahren stelle ich fest, dass ich wahrscheinlich ein Legastheniker bin, der sich einigermaßen vernünftig ausdrücken kann. Diese Tatsache hat sich bei mir in manchen Bereichen sicher auch nachteilig ausgewirkt – z. Bsp. beim Fremdsprachen erlernen, zu einem ganz speziellen und besonderen Vorteil ist er mir beim Verstehen von Wörtern geworden. Ein Wort, eine neues Wort wird von meinem Gehirn nicht (immer) 1:1 so in seine Bedeutung übernommen – wie vorgegeben. Ich muss mir selbst zu einem Wort / einem neuen Wort meine Vorstellungen erarbeiten um dieses Wort zu verstehen und den Sinn, den dieses Wort in Bezug auf andere Wörter hat.

Da ich schon immer (seit ca. 1980) dem Wort Intelligenz eine andere Bedeutung zumaß, wie sie allgemein in meinem Umfeld formuliert und definiert wurde und ich Ende der 90er-Jahre auch noch Bücher in die Hand bekam, wie „Die emotionale Intelligenz“ von Daniel Goleman u.s.w., versuchte ich ein Verständnis für die Vielfalt von Intelligenzen zu bekommen – und verstand auch nachvollziehend diese Begriffe.

Nur eines wurde mir nicht – wurde nicht erklärt – das Wort Intelligenz.
Endlich, im Okt. 2006 versuchte ich diesem, meinem Missstand ein Ende zu setzen und sah im Brockhaus und im Internet nach mit folgenden Ergebnissen:

1. Es gibt scheinbar keine saubere Definition


a. Siehe Brockhaus Band 10, Seite 556: ...... Trotzdem konnte bisher noch keine allg. gültige Definition von I. formuliert werden.
b. Siehe Internet
c. Siehe die verschieden Intelligenzen, die beschrieben werden. Beispiele: Emotionale Intelligenz, soziale Intelligenz u.s.w.,
d. Siehe die lateinische Herkunft des Wortes „intelligentia“ : Mit Einsicht und Erkenntnisvermögen und „intellegere“ mit Verstehen beschrieben wird.
e. Siehe die unterschiedlichen Erklärungen/Deutungen in den verschiedenen Sprachen, Kulturkreisen

2. Aus 1 (da unsauber, unklar) sich keine weiteren, sauberen Ableitungen ergeben können

3. Aus 1d sich ein extremer Widerspruch ergibt, der zwangsläufig zum Chaos im Kopf führen muss, da ein erklärender Begriff „Erkenntnis“ hier nicht für das Erklären des Wortes I. verwendet werden darf, weil die Erkenntnis erst weit nach der Intelligenz kommt.
Anders gesagt: Die Vorraussetzung für
Erkenntnis ist Bewusstsein und für das Bewusstsein die Intelligenz.

Das wäre genau so, als wenn mich ein Kind fragen würde, wie funktioniert eine Uhr und ich würde diesem Kind die Relativitätstheorie von Einstein (wenn ich sie gut könnte) erklären. Aus dieser (von der Wahrscheinlichkeit her sehr unwahrscheinlichen Möglichkeit das Thema Zeit nahegebracht zu bekommen) Erklärung der Zeit über die Relativitätstheorie sollte sich das Kind dann seine Frage nach der Zeit selbst erklären. Das Kind würde mich wahrscheinlich nur ungläubig ansehen und mich für durchgeknallt/verrückt halten.

Einem Philosophie-Studenten wird so etwas zugemutet!!!! Warum? Weil es scheinbar keiner richtig erklärt – denn, wenn dies jemand könnte, dann gäbe es sauber nachvollziehbare Definitionen und nicht diese Unsicherheiten.

-> siehe Punkt 1
Das ungewollte Ergebnis: Im Kopf des Philosophie-Studenten entsteht Chaos mit unabsehbaren Folgen. -> siehe weiter

4. Ein intelligenter Mensch (= unter 1% der Menschen) kann das Wort „intelligent“ nicht beschreiben. Um Intelligenz zu beschreiben ist Bewusstsein nötig. (Um B. zu erreichen ist die Grundvoraussetzung intelligent zu sein)
Das wäre so, als wenn man einen Fisch fragen würde, was „Wasser“ wäre. Er würde es höchstwahrscheinlich ähnlich diffus beschreiben können, wie ein intelligenter Mensch das Wort Intelligenz.
Ganz einfach formuliert: Wenn ich intelligent bin (wird gleich erklärt) ist damit die unabdingbare Vorraussetzung vorhanden Bewusstsein entwickeln zu können. Erst wenn die Bewusstseinsentwicklung eingesetzt hat kommt nach etlichen
Bewusstseins-Stufen die Erkenntnis.



Intelligenz = zugeben (können) und nicht glauben (zu müssen) plus dem Denken nach Wahrscheinlichkeiten.





Intelligente Wesen denken nach Wahrscheinlichkeiten.

Gedanken dazu: Wenn intelligente Wesen miteinander diskutieren und diese nach Wahrscheinlichkeiten denken, dann kann es nie Streit entstehen.

Dies im Gegensatz zu Diskussionen unter Menschen, die in den seltendsten Fällen unproblematisch verlaufen, da

a. keine Intelligenz vorhanden ist und
b.nicht nach Wahrscheinlichkeiten gedacht wird

Intelligente Menschen denken nach Wahrscheinlichkeiten.



Intelligenz = Man erkennt, dass „zugeben“ der einzig richtige Weg ist, um sein Gehirn nicht zu
vergiften, um es zu reinigen von nicht Zugegebenem.
Einhergehend wird der Glaube auf das ihn Beinhaltende reduziert :
Der Rest von nicht wissen = glauben.

Intelligente Wesen schaden sich nicht. (rauchen nicht, essen maßvoll, belügen sich nicht)
Intelligente Wesen wollen mit sich und mit Ihrer Umwelt in Harmonie leben.
Intelligente Menschen wollen mit sich und mit Ihrer Umwelt (auf diesem Planeten Erde mit
dem kontraintelligenten Bevölkerungsanteil von >99%) in Harmonie leben.
Intelligente Wesen und Menschen können mit anderen intelligenten Wesen und Menschen in
Harmonie leben.
Intelligente Wesen denken in Wahrscheinlichkeiten.

Daraus schlussfolgert so nebenbei:

Der Streit und letztendlich der Krieg sind eine zwangsläufige Folgeerscheinung von kontraintelligenten* Menschen.

*Kontraintelligenz = eine Wortschöpfung von mir aus dem Jahre 2007, die es nach meinen, damaligen
Recherchen noch nicht gab – zumindest nicht definiert.

Jemanden als kontraintelligent zu betrachten, dies ist der überwiegende Anteil der
Weltbevölkerung (>99%), ist auf jeden Fall angenehmer, als wirklich negative Worte
zu verwenden.

--> siehe hierzu den Spruch von mir vom 19.02.05 „Ein Schimpfwort trifft
nur, wenn es zutrifft“. Früher verwendete ich immer das altdeutsche Wort „wohlfeil“,
welches recht angenehm und nicht beleidigend klingt. Wohlfeil ist aber nicht mit
Kontraintelligenz zu vergleichen, da mit Kontraintelligenz ausgedrückt werden soll,
dass etwas der Intelligenz gegenläufiges passiert, gemacht wird.


Das heißt weiter, da wir Menschen (alle zusammen gesehen) nicht intelligent sind kann es auch kein liebevolles, behutsames Miteinander auf diesem Planeten Erde geben.
Damit ist das Thema (eigentlich) erledigt.

Vielleicht hilft dem Einen oder Anderen die gegenteilige Beschreibung von Intelligenz, um den Begriff Intelligenz besser verstehen zu können:

Was sind nicht intelligente / kontraintelligente Wesen?:

Die sich und Anderen Schaden zufügen. = Raucher, Vielfresser, aggressive Menschen, raffgierige Menschen, lügende Menschen, gescheite Menschen welche nicht die Voraussetzungen von Intelligenz erfüllen.


Ein passender Spruch von Erich Limpach:
"Ausgesprochene Intelligenz findet man so selten, wie große Diamanten"


Ulrich H. Rose
begonnen am 13.08.2002
wichtige Gedankengänge/Erkenntnisse auf dem Weg die Intelligenz definieren zu können:
vom 11.12.2004 die Nr. 11: "Die beste Fragestellung der Welt":
vom 09.08.2006 die Erkenntnis: "Zugeben können" Nr. 53
Nr. 19 in der endgültigen Fassung ausgearbeitet am 14.08.2008


siehe auch Intelligentes Verhalten --> Nr. 102
vom Dez. 2008


Das Denken in den Epochen über Bewusstsein und Erkenntnisse -> siehe Nr. 185

siehe auch die Nr. 199 "es gibt keinen Zusammenhang von IQ-Test und Intelligenz"