Machen Bücher die Welt und die Menschen besser?

Das Zusammenleben der Menschen auf diesem Planeten versuchen die Politik-Wissenschaftler, die Soziologen, die Psychologen in tausende von Büchern zu beschreiben mit dem Ergebnis, dass diese Welt nicht besser, sondern nur komplexer* wird.

* komplexer = es wird versucht Kenntnisse und Verständnis für ein Thema zu vermitteln mit dem weiteren Ziel damit auch Geld zu verdienen, da der Verleger des Buches sich und seinen Kunden nicht zumuten will und wird, dass ein Buch z. Bsp. nur aus einer Seite besteht – was manchmal völlig ausreichend wäre.


Wer ein Buch schreibt und dies veröffentlichen will, der muss in erster Linie – und das schon beim Schreiben – an den Verleger denken und nicht an die Leser, denn wem nutzt es, wenn sein Buch nicht zum Leser gelangt.
Das heißt, der Buchschreibende muss einen Spagat von seinem Wissen zum Leser machen – über den Verleger hinweg. Ohne diesen Spagat kommt das Wissen nicht zum Leser. Der Spagat bedeutet das Buch mit Seiten zu füllen, damit es eine wahrnehmbare Dicke hat. Alleine die Dicke eines Buches suggeriert Inhalt.
Das alles bedeutet, dass das Wissens in Büchern immer sehr umfassend = komplex vermittelt wird mit dem Ergebnis, dass der Leser das Wissen in der dargebotenen Komplexität kaum bis nicht verstehen kann.

Es ist auch anzuzweifeln, ob der Buchschreibende oder auch Autor genannt (lat. Urheber, Schöpfer) wirklich der Urheber, Schöpfer ist, denn viele Passagen eines komplexen Themas sind meistens nur abgeschrieben oder angenehmer gesagt entliehen. Aus diesen Überlegungen heraus sollte der Begriff „Autor“ eher selten bis kaum verwendet werden. Buchschreiber ist da treffender.  Siehe dazu auch 170, „Plagiate in Doktorarbeiten“

Da der Buchschreibende unter anderem seine Welt auch nur aus Büchern kennt, die den Verleger-Spagat hinter sich haben, aus diesem Grunde kennt er nichts anderes, als diese Bücher-Welt und kann sich auch nur in dieser – ihm bekannten – Form ausdrücken.
Anders = kürzer und treffender ginge es evtl. auch, nur diese Zeiten sind vorbei, als die Menschen ihr wichtiges Wissen noch mündlich – und in kleinem Kreise – weitergaben.

In den letzten 2 Jahren wurde ich manchmal gefragt, ob das, was ich in www.bewusstsein.cc veröffentlicht habe, auch als Buch zu bekommen ist. Dies verneine ich immer.
Jetzt keimt der Gedanke in mir, auch ein Buch zu veröffentlichen – unter Berücksichtigung des Vorgenannten.
Vor 10 Jahren sagte ich eher zum Spaß, dass – wenn ich mal ein Buch schreiben würde – dieses Buch wenige Seiten haben wird, da das, was ich zu sagen habe, nicht viel sein wird und sein kann.

Dann, etwa im Jahre 2005 fand ich den Spruch „Wahrheit kommt mit wenige Worten aus“ von Laotse, der in meinem Wohnzimmer über dem Fernseher hängt und hervorragend passt – zu den endlosen Diskussionsrunden von gescheiten Leuten, die sich in der Öffentlichkeit (im Fernsehen) produzieren müssen.

Die weitere Überlegung nach dem 25.12.2006 war die, dass es wenig Sinn macht, den Menschen die Wahrheit zu sagen, da

a. sie die Wahrheit nicht hören wollen und auch nicht vertragen können und
b. es egal ist, wann sie = die Menschheit oder die Menschen die Wahrheit hören

Heute, am 15.05.2011 bin ich endlich soweit begriffen zu haben – gegen innere Widerstände – und auch angestoßen durch meine Gedanken zum Thema „Machen Bücher die Welt und die Menschen besser?“, dass es dieses – mein Buch geben sollte.



Nun zur Beantwortung der anfangs gestellten Frage: „Machen Bücher die Welt und die Menschen besser?“:
Nein, sie machen die Menschen nicht besser, sie machen die Menschen wissender und wahrscheinlich konfuser – in dieser Welt des Überflusses – auch des Informationsüberflusses.
Ob nun ein mehr an Wissen klüger macht sei dahingestellt.
Wer dazu mehr erfahren möchte, der lese die Nr. 133, „die Erkenntnis ist das …“ und die Nr. 160 „Wissen ist …“Ulrich H. Rose
* 06.04.1951
vom 15.05.2011