Was ist Hermeneutik?
Ein über die Jahrhunderte entstandener Wissensspeicher der Philosophie, den (leider) jeder Philosophiestudent lernen muss, um in der Philosophie mitreden zu können.

Mein Tipp:
Wenn ein Philosophiestudent mitdenken will, so sollte er sich nicht in den Dschungel der Hermeneutik von vielen Fehlinterpretationen begeben, die nur wirr machen.
Denn, was nützt es nur einem Menschen - Philosophiestudenten, wenn er zu einem vielleicht genialen Anfangsgedanken eines guten Denkers (vor mehr als 2.000 Jahren, wie z. Bsp. Sokrates) die Interpretationen von verscheidenen "Nachdenkern" der letzten 2.000 Jahre in sich reintrichtern muss.

Warum Fehlinterpretationen?
Der Anfangsgedanke ist - wenn er gut ist - nicht zu interpretieren, sondern nur zu verstehen.
Wer beginnt, den Anfangsgedanken zu interpretieren, der wird mit hoher Wahrscheinlichkeit diesen Anfangsgedanken verfälschen und verwässern.

Dazu ein kleiner Ausschnitt aus der Nr. 137 zum Thema Interpretaionen:
Wem die Hermeneutik nichts sagt, oder davon zu weit weg ist (aus mir verständlichen Gründen) dem kann ich diesen, zu Grunde liegenden Mechanismus, der zur Verwirrung führt, auf andere Weise erklären:

1. Die eindeutig kranke, deutsche Steuergesetzgebung ist eine Ansammlung von vielen Interpretationen anfänglich weniger, gut durchdachter Steuergesetze. Die Folge: Die deutsche Steuergesetzgebung ist durch die unzähligen Interpretationen undurchsichtiger und angreifbarer geworden – nicht besser und nicht verständlicher.

2. Die deutsche Gesetzgebung ist eine Ansammlung von Gesetzen, die von manchmal stümperhaften Politikern (evtl. auch in Zeitnot) auf den Weg gebracht worden ist. Die nicht beneidenswerten Richter müssen laut Gesetz mit diesen Gesetzen Recht sprechen, was zur Folge hat, dass die Richter unausgereifte Gesetze interpretieren müssen. Hinzu kommen die Richter und Anwälte, die den ursprünglichen Sinn der Gesetze nicht verstanden/begriffen haben. Auch diese interpretieren wild drauflos.
Die Folge: Die deutsche Gesetzgebung ist mit ihrem Wust an Gesetzen angreifbarer geworden – nicht besser.
-> siehe hierzu auch "Vom Rechtsstaat in der Richterstaat" (154) von Prof. Dieter Simon von der HU-Berlin

dazu ein Spruch von mir vom 07.10.2009:
Es bräuchte keine ausgefeilten Gesetze, die nur zur Verwirrung führen und zur Falschauslegung verführen, wenn es weise Richter gäbe.




Meine Gedanken zur Hermeneutik:


Die Hermeneutik ist jene Geisteskrankheit,
für deren Heilsbringer (der Philosophie) sie sich hält.
vom 12.10.2010


Ohne die Hermeneutik wäre alles einmal Erdachte
noch ursprünglich gut und richtig –
man müsste es nur verstehen können – nicht interpretieren.
vom 19.08.2010


Die Hermeneutik ist eine,
über die Zeit erfolgte Ansammlung stümperhafter,
auch falscher Interpretationen
eines evtl. schwer zu verstehenden,
aber guten und richtigen, Ursprungsgedanken.
vom 15.08.2010


Die Hermeneutik hat unter den Geisteswissenschaften
eine schlimme Wirkung.
Sie zerstört nachhaltig - das klare und unverfälschte Denken.
vom 16.05.2010


Die Hermeneutik ist in ihrer Wirkung,
Gefährlichkeit und Nachhaltigkeit
mit dem AIDS-Virus vergleichbar.
Nur äußerste Anstrengungen der menschlichen Rasse
können ein totales Ausrotten
dieser extrem heimtückischen Krankheit ermöglichen.
vom 16.05.2010


Hermeneutik ist intellektuelle Rechthaberei.
vom 16.05.2010



-> lies auch zum Thema „Hermeneutik“ Wissen und Wirklichkeit 152


Die Philosophie* ist die Grundlage aller Wissenschaften.
* Philosophie = klares, unverfälschtes Denken

Ulrich H. Rose
* 06.04.1951
vom 06.03.2010



-> siehe auch zum Thema Denken:

Eigenes Denken. (143) Auszüge aus dem Buch von Albert Schweitzer "Aus meinem Leben und Denken"

Die 6 Möglichkeiten des Denkens (123)

Die Prinzipien des Denkens (157)

Was denke ich? (156)


Die Interpretation wie auch die Hermeneutik
sind vergleichbar der Krätze.
Je mehr man an der Oberfläche kratzt,
desto schlimmer wird es.
Ulrich H. Rose vom 30.01.2012