Kritik und Kritik-Fähigkeit
Sehr wenig Menschen sind kritik-fähig. Warum ist das so?
Beispiel:
Ein dummer Mensch kritisiert einen gescheiten Menschen zu recht: Dieser Gescheite lässt sich aus Prinzip nichts von einem Dummen gefallen und nimmt die Kritik nicht an. Zusätzlich fehlt es an Achtung von oben nach unten.
Umgekehrt ist es anders: Die Achtung ist da und die Annahme der Kritik ist wahrscheinlicher.
Da Kritiker (damit meine ich den Beruf der Kritikers, nicht sonstige Kritiker) gebildet sind ist bei ihnen mit hoher Wahrscheinlichkeit auch eine hohe Kritik-Unfähigkeit zu unterstellen.
Aus diesem Dilemma heraus sind Kritiker nicht unbedingt dazu geeignet Kritik zu äußern.
Zusätzlich kann unterstellt werden, dass diese Kritiker (wie fast alle Menschen) aus den Motiven des Machtausbaues und des Geldzuwachses nicht unbedingt neutral urteilen wollen und können.
Daraus schlussfolgert, ein kritisierter Mensch sollte:
1. In der Lage sein Kritik anzunehmen, zumindest dafür zugänglich zu sein.2. In der Lage sein, wenn die Kritik richtig ist, diese (sich und im zweiten Schritt auch Anderen) zuzugeben. Die Folge dieses zumindest „sich Zugebens“ ist, dass man bereit ist das Kritisierte zu überdenken und evtl. nach Lösungen/Veränderungen zu suchen und zu streben.3. Nachdem Punkt 2 ehrlich durchdacht wurde – und die Kritik falsch war, sich damit zu trösten, dass mal wieder ein geistig armer Kritiker versuchte sich ins rechte Licht zu setzen auf Kosten der eigenen Person.
Knapp und bündig:
Je höher der Bildungsstand / das Wissen, desto geringer die Kritik-Fähigkeit*.
* die Ausnahmen sind herauszufinden durch Studieren von 19, 53, 122 und 126
Ulrich H. Rose
* 06.04.1951
vom 01.11.2009
und 06.01.2010


