Was ist Philosophie?
Der Sinn der Philosophie ist das klare, unverfälschte Denken.
Nach dem Motto und frei nach Laotse: „Wahrheit kommt mit wenigen Worten aus“
Wer dazu nähere und weitere Erklärungen braucht, der lese bitte hier weiter:
--> siehe vorher Nr. 107, „Der Sinn des Denkens“ und „Die 6 Möglichkeiten des Denkens“ Nr. 123
Klares Denken wird erreicht, wenn man sich ein überschauendes Wissen angeeignet hat und dieses überschauende Wissen überschaut.
Etwas anders formuliert: Es ist wichtig den Überblick zu haben und es ist eher unwichtig bis hin zu hinderlich zuviel Detailwissen zu haben, in welchem man sich verlieren kann.
Unverfälschtes Denken:
Die Vorraussetzung, um unverfälscht denken zu können speist sich aus:
a. klarem Denken und
b. bewusstem Denken
Klar denken kann ca. jeder 100derste
Bewusst denken kann ca. jeder 100.000sendste
Das bedeutet, und wenn man diese Zahlen zu Grunde legt, dass es bestimmt viele Philosophen gibt, die ein erhebliches, überschauendes Wissen haben, nur sich dieses überschauenden Wissens nicht bewusst sind.
Das heiß weiter, dass viel philosophisches Wissen von Philosophen erdacht wurde, die klar denken können
und vielleicht auch noch ihr überschauendes Wissen überschauen – nur sich diesem bewusst zu sein, dies bezweifle ich bei einigen bis vielen.
Warum bezweifle ich das? In Deutschland leben 80 Mio. Menschen, davon sind ca. 160 bewusste Menschen. Ich kann es mir nicht vorstellen, dass alle diese 160 bewussten Menschen Philosophen sind.
Am Beispiel der Erklärung der Philosophie vom Philosophen Karl Jasper kann gezeigt werden, wie gering klares Denken und vor allem überschauendes Denken bei einigen Philosophen vorhanden ist.
Die aus meiner Sicht besten Beschreibungen sind die aus dem Brockhaus, Seite 105 mit dem Streben nach Weisheit oder die Weisheit selbst, und aus http://www.brainworker.ch/waldphilosophie/philosophie.htm : Philosophie ... was ist das? In 2500 Jahren vom Nichtwissen zur Explosion nichtigen Wissens
Beide Beschreibungen sind richtig, die zweite aus brainworker.ch ist die für die Menschheit Verständlichste, weil treffend. Die erste Definition, dem Streben nach Weisheit (beziehend auf die Definition von Platon und Sokrates) ist wohl richtig, nur verstehen können sie derzeit nur ca. 10 Menschen auf dieser Welt.
Warum?: Weil ich annehme, dass es derzeit nur ca. 10 weise Menschen gibt.
--> siehe im „Anhang + Resümee“ weitere Definitionen von Philosophie
Verdeutlichen möchte ich das unklare und verfälschte Denken von vielen, gescheiten bis sehr gescheiten Menschen anhand zweier Wörter: Intelligenz und Bewusstsein.
Beispiel A: Intelligenz
Es gab bis zum 13.08.2002 keine nur einigermaßen klare Definition, was das Wort Intelligenz bedeutet.
Das krückenhafte Erklären von „emotionaler Intelligenz“, „mathematischer Intelligenz“, „sozialer Intelligenz“ und weiterem Schwachsinn (Schwachsinn= im Sinne schwach) in dieser Richtung lenkte hervorragend davon ab, das Wort Intelligenz nicht erklären zu müssen.
Meine Definition von Intelligenz vom 13.08.2002: Zugeben können und nicht glauben müssen.
Und wieder nach dem Motto und frei nach Laotse: „Wahrheit kommt mit wenigen Worten aus“
Beispiel B: Bewusstsein
Es gab bis zum 16.03.2008 überhaupt keine, nur einigermaßen schlüssige Definition für das Wort Bewusstsein.
Bewusstsein hier in einem Satz zu erklären und nach dem Motto und frei nach Laotse: „Wahrheit kommt mit wenigen Worten aus“ ist mir möglich, nur dies überfordert.
Deshalb bitte hier den Link anklicken: Nr. 52 Definition Bewusstsein und lesen.
Diese zwei hier aufgeführten und bisher nicht eindeutig erklärten Begriffe sollen nur verdeutlichen, wie
a. wenig erfassbar und begreifbar einige Begriffe des tagtäglichen Sprachgebrauchs für uns Menschen sind.
b. wir unbewusst Begriffe verwenden, die uns im Sinn völlig fremd sind.
c. viel Schwachsinn (= schwach im Sinn) gesprochen und verbreitet wird.
Anhang + Resümee:
Beispiele aus dem Web und aus dem Brockhaus:
Zwei sehr schlechte Beispiele:
1. Was ist Philosophie? – von Karl Jaspers
"Was Philosophie sei und was sie wert sei, ist umstritten. Man .....
„Nur wer von Gott ausgeht, kann ihn suchen. Eine Gewissheit vom Sein Gottes, mag sie noch so keimhaft und unfassbar sein, ist Voraussetzung, nicht Ergebnis des Philosophierens.“
Das philosophische Denken muß jederzeit ursprünglich sein. Jeder Mensch muß es selber vollziehen. Ein wunderbares Zeichen dafür, daß der Mensch als solcher ursprünglich philosophiert, sind die Fragen der Kinder. Gar nicht selten hört man aus Kindermund, was dem Sinne nach unmittelbar in die Tiefe des Philosophierens geht.
Bitte diesen Schwachsinn (im Sinne von schwach) mal mit den Aussagen von Platon und Sokrates vergleichen! à siehe ein paar Zeilen weiter unter „Ein gutes Beispiel“ aus dem Brockhaus
Hat dieser (auch im Ausland) geschätzte Philosoph Karl Jaspers wirklich den Namen Philosoph verdient, wenn er sein ureigenstes Fach, die Philosophie noch nicht mal einigermaßen und annähernd richtig beschreiben kann?
Damit will ich Karl Jaspers nicht viel Wissen absprechen, ich spreche ihm aber absolut ein Bewusstsein für sich und das Beschreiben des Begriffes „Philosophie“ ab.
Weitere Beispiele findet man zuhauf, nur es macht mir keinen wirklichen Spaß hier weitere Beispiele zu beschreiben, es reicht eines.
Wer sich hier schon direkt oder indirekt persönlich angegriffen fühlt, der sollte spätestens hier mit dem Lesen aufhören. Die Begründung würde sich aus Vorgenannten ergeben – ich möchte sie nur nicht schlussfolgern.
2. aus: http://www.philolex.de/philosop.htm
Was ist Philosophie ?
Es ist schwierig, wenn nicht unmöglich, eine Definition für Philosophie zu finden, der alle Philosophen zustimmen.
Die Philosophie gibt es so wenig wie die Religion. Die Philosophen haben in den vergangenen ca. 2500 Jahren die unterschiedlichsten und widersprechendsten Behauptungen aufgestellt, zu denen sie oft auf unterschiedlichsten Wegen gelangten, und sie haben sich untereinander häufig gegenseitig zu Scharlatanen erklärt.
Am ehesten wird folgende Definition die meiste Zustimmung finden:
Philosophie ist der Versuch des Menschen mit dem Mittel des Denkens sein Dasein, die von ihm wahrgenommene äußere Welt und sein eigenes Inneres zu erklären.
Ein mittelmäßiges Beispiel:
WIKIPEDIA:
In der Philosophie (griechisch φιλοσοφία philosophía, wörtlich ‘Liebe zur Weisheit’) wird versucht, die Welt und die menschliche Existenz zu deuten und zu verstehen. Von den anderen Wissenschaften unterscheidet sie sich dadurch, dass sie sich nicht auf ein spezielles Gebiet oder eine bestimmte Methodologie begrenzt, sondern durch die Art ihrer Fragestellungen und ihre besondere Herangehensweise an ihre vielfältigen Gegenstandsbereiche charakterisiert ist.
Drei gute Beispiele:
1. BROCKHAUS, Seite 105: griech.: Philosophie = Liebe zur Weisheit
nach der Auffassung von SOKRATES und PLATON das Streben nach Weisheit, nach der des ARISTOTELES und der STOIKER die Weisheit selbst.
Ihren Inhalt bildet die Beantwortung der Grundfragen: Was ist Grund und Ursprung aller Dinge? (Vorsokratiker)Was bin ich? (SOKRATES)Was kann ich wissen, was soll ich tun, was darf ich hoffen? (I.KANT)
Es wäre ein gutes bis sehr gutes Beispiel, wenn man den 2. Absatz, vor allem die Aussagen der Vorsokratiker und von Kant weggelassen hätte.
2. aus: http://www.literaturknoten.de/philosonst/01philosophie.html Was ist Philosophie?
Philosophie (griechisch: Liebe zur Weisheit) ist das Streben der menschlichen Vernunft nach Wahrheit und „letzten Gründen“, insbesondere auch das Fragen nach der Stellung des Menschen in der Welt. Daraus resultieren die Einzelwissenschaften. Trotz jahrtausendelanger Bemühungen ist es ihr nicht gelungen, sichere Erkenntnisse zu gewinnen. Mit der fortlaufenden Verselbständigung der Einzelwissenschaften seit Beginn der Neuzeit wurde die Definition der Philosophie als Universalwissenschaft problematischer. Heute wird Philosophie oft mit Erkenntnis- bzw. Wissenschaftstheorie gleichgesetzt. Sie soll die unbewiesenen, von den Einzelwissenschaften vorausgesetzten Prinzipien und Bedingungen (Axiome) klären.
Mein Kommentar dazu: Warum sollte die Philosophie das tun? Dazu ist die Philosophie nicht da.
3. aus: http://www.brainworker.ch/waldphilosophie/philosophie.htm
Philosophie ... was ist das?
In 2500 Jahren vom Nichtwissen zur Explosion nichtigen Wissens
Mein Resümee:
Aus den drei von mir aufgeführten, guten Beispielen schlussfolgere ich, dass die 3 griechischen Philosophen Platon, Sokrates und Aristoteles die Philosophie richtig beschrieben haben, weil
kurz und bündig und frei nach Laotse: Wahrheit kommt mit wenigen Worten aus.
Andererseits sind derzeit kaum 10 Menschen weltweit in der Lage das zu verstehen, was Platon, Sokrates und Aristoteles mit „Philosophie ist der Weg zur Weisheit, oder Philosophie ist die Weisheit selbst“ meinten.
Die nackte, unverblümte Wahrheit, die hinter dieser Schlussfolgerung steckt ist die:
Nur sehr wenig Philosophen wissen, was Philosophie ist und demzufolge ist es sehr unwahrscheinlich, dass die vielen, philosophischen Abhandlungen intelligent und bewusst hervorgebracht wurden.
Beweis: Siehe die extrem vielen, schlechten Beispiele, die es gibt und dass kein Weiser (ein Weiser kann auch ein Philosoph sein) diesen Schwachsinn (im Sinne schwach) aufklärt.
Zum Abschluss ein Auszug aus „Die 7 kosmischen Gesetze“ Nr. 97, erdacht von UHR vom 09. – 12.11.2008:
Gesetz 5: Jeder Gesetz ist zu hinterfragen und aus Prinzip in Frage zu stellen um nicht in eine
fremdbestimmte Abhängigkeit zu geraten
Gesetz 6: Lasse Dich nicht täuschen, auch nicht durch diese hier niedergeschriebenen Gesetze.
Überprüfe alles nach Wahrscheinlichkeiten – da scheinbar Absolutes nur durch Annäherung
mittels Wahrscheinlichkeiten eingegrenzt werden kann.
Gesetz 7: Jede scheinbar plausible Wahrheit unterliegt den Gesetzmäßigkeiten des jeweils Denkenden
und gibt nur dessen gedachte = schlussgefolgerte Wahrheit wieder. Die eigene, gedachte =
schlussgefolgerte Wahrheit kann durch Konstanten, die Konstanten sind in diesem Falle Blickwinkel, mittels Wahrhaftigkeiten positioniert werden. Die Wahrhaftigkeiten entwickeln sich aus dem Verstehen, dem Annehmen und dem Leben der Grundwerte. Wer die Grundwerte (dies sind keine Wahrheiten, sondern Wahrhaftigkeiten) verinnerlicht hat kommt infolge seines Denkens mit größerer Wahrscheinlichkeit zu „besseren Wahrheiten“ und zu wirklicheren Wirklichkeiten.
Die Grundwerte sind:
Zugeben können =
ehrlich, freundlich, hilfsbereit, höflich und zuvorkommend, sich bedanken können, sich entschuldigen können, loben können, ohne Bedingung geben können, wissen, was ein Versprechen ist und Versprechen einhalten, Liebe geben.
Dieser letzte Abschnitt muss sein und soll erklären, dass ich es mir nicht wünsche, ich es nicht will, dass man mir das, von mir gedachte und niedergeschriebene, glaubt.
Glauben hilft generell nicht, glauben hilft ganz und gar nicht. Glaube hilft nur denen, an die geglaubt wird.
Hinter dem Dunstschleier des Glaubens liegt die Wahrheit.
Es reicht, wenn Sie aus sich heraus Ihre Gedanken entwickeln und Ihre Schlussfolgerungen ziehen.
Mein Tipp: Entspannung vertreibt den Dunstschleier.
Ein letzter Tipp für diejenigen, die trotz in sich aufkeimender Widerstände bis hier hin gelesen haben:
Man muss nichts verstehen, es reicht vollkommen aus, wenn man es weiß.
Entschuldigung, das war provozierend.
Ich wollte und will sagen: Bitte lesen Sie sich die Definition von Intelligenz = Nr. 19 durch. Wenn hier der Groll sich noch verstärkt, dann werden Sie vielleicht erahnen, woher das kommen könnte.
Ulrich H. Rose
* 06.04.1951
vom 30.10.2009


